HARAKA

 

Liebe Freunde und Interessierte!

Ich werde für die nächsten drei Monate in Tansania ein Hilfsprojekt begleiten und hier euch meine Eindrücke mitteilen. 

Es werden meine Gefühle sein, meine Gedanken, manchmal schöne, vielleicht auch bedrückte.

Euer Ueli



TOPNEWS von Ueli

 

07.10.2008

DSC00178.JPG

Weg zur Projektbasis

 

DSC00184.JPG

Nachbarskinder

 

DSC00188.JPG

Abendessen auf der Projekt-Basis (Jane, Grace, Mama Ushe, Subila, Shila und ich)

 

 

DSC00197.JPG

Sonnenblumen entkernen auf der Projekt-Basis

 

 

DSC00198.JPG

Endergebnis meiner Fenster ( Verschlüsse auf der falschen Seite und Untermass….)

 

 

DSC00199.JPG

Kinder auf dem Weg zum Wasserprojekt (teilweise Kinder von Vorarbeiter Rashidi)

 

 

DSC00112.JPG

Wendeplatz Wasserprojekt (Leston, Shila und Vorarbeiter Rashidi)

 

 

DSC00182.JPG

Vekehrsmittel im Busch

 

 

 

DSC00169.JPG

Schreinerei in Mbeya

 

 

DSC00176.JPG

Schlosserei in Mbeya

 

 

04. August 2008

Hallo liebe freunde

Endlich ein Lebenszeichen. Ich bin im Moment in Dar und warte auf meine Rückreise nach Mbeya, also zurück in den Busch. Habe gerade einen langen Kampf hinter mir, um mir das letzte Ticket für den Zug morgen nach Mbeya zu erkämpfen. Habe es aber geschafft und sollte morgen, so Gott und die Tansanier wollen, um 14.30 losfahren. Liebe SBB zuhause, euch ein riesiges Kompliment, wie schnell und einfach das bei uns geht. Ich habe hier für alles ca. 3 Stunden gebraucht.

 

Nun versuche ich mich zu erinnern, was ich die letzten Wochen alles erlebt habe. Versuche meine Eindrücke und Gedanken hervorzuholen:

 

Der Flug mit Leston nach Dar es Salaam (for unknown people from now called Dar) war gut und angenehm, bis auf eine kleine Aufmerksamkeit,… der Geruch von Leston, nichts gegen ihn, Schwarze riechen einfach anders, aber später sollte ich noch merken, dass Leston sehr europäisch riecht…

Ankunft in Dar, Visum-Prozedur über eine Stunde, man fühlt das erste Mal Geduld könnte hier wichtig sein. Mit dem Taxi ins Hotel, es ist dunkel und wir fahren über geteerte Strassen, viel Lärm und Verkehr, danach weg von den geteerten Strassen, über Geröll und Löcher ins Hotel. Welcom in an other world. Hotelzimmer für erste Nacht über den Erwartungen, aber das wird sich noch ändern…

DSC00077.JPG

Dar es Salaam Airport, Gepäckveladung in Taxi

 

Am nächsten Tag erwartet mich ein geschäftiger Tag in Dar, müssen Rohre einkaufen für das Wasserprojekt, organisieren der Teile für die Solar-Anlage, Bus-Tickets, Geldwechsel. Ich merke schnell, dass man sich in Tansania ohne Leute zu kennen nur sehr schwierig bewegen kann, vor allem wenn man Einkaufen muss. Hier und da wird Geld geschmiert, damit etwas schneller geht oder man wieder einen Kontakt bekommt. Aber Leston kennt viele Leute hier und macht das sehr gut. Mir fällt vorallem auf, das es hier extrem dreckig ist und alles wird auf die Strasse geworfen, einen Abfalleimer findet man öffentlich nicht und auch in den Hotels nur sehr spärlich. In mir bewegt sich noch eine kleine Angst vor den Leuten, aber schnell merke ich, dass es hier sehr friedlich ist. Am Abend Safari (so nennt sich hier das Bier trinken, weil Safari eine Biermarke ist) mit Moses und Leston. Nach ein paar vielen Biers Essen und dann haben wir noch ein Vorstellungsgespräch mit Myriam (Verwandte von Leston), welche gerne für die Stiftung in Mbeya arbeiten würde. Treffen uns in einem African Club und ich erlebe das erste Mal die Stimmung hier.

DSC00078.JPG

Strassenbild von Dar

 

DSC00083.JPG

Einkaufen in Dar

 

DSC00089.JPG

Einkaufen in Dar

 

DSC00093.JPG

Safari with Moses (the Solarman)

 

Tagwache um 05.00 Uhr, müssen auf den Bus nach Mbeya. Emsiges Treiben am Busbahnhof, Lärm, die Leute tragen ihre Koffer auf dem Kopf,.. real Africa. Ein morgendliches Bedürfnis drückt mich, suche eine Toilette, breche aber das Vorhaben ab, Stehklo, kein Papier, nur ein Eimer Wasser… und ich frage mich, wie man das wohl macht hier. Busfahrt geht los, sitzen hinten, Bus ist voll und der Geschmack der Schwarzen steigt in meine Nase. Stop in Morogoro, kaufen unser Frühstück ein-Fahrt durch Mikumi National Park, sehe Giraffen und Zebras. Nachmittags-Stop irgendwo, bekomme vorher eine Serviette im Bus und mache mich auf zu den Toiletten, bewaffnet mit meiner Serviette, gleicher Anblick wie am Morgen, doch Serviette sei Dank, bringe es hinter mich.

Weiterfahrt ohne Stop bis Mbeya, Geruch im Bus ist fürchterlich, vorallem, da die Bustoilette gleich hinter uns ist….. 21 Uhr, Ankunft in Mbeya, dunkel und arschkalt. Schwemmen uns den Frust mit Bier herunter und ab in den nächsten African Club. Geruch ist stärker als in Dar, aber ich fühle mich gut.

DSC00098.JPG

Busbahnhof in Dar

DSC00100.JPG

Stop in Morogoro

DSC00102.JPG

Schulkinder in Morogoro

 

DSC00104.JPGThe bus

 

Die Nacht verbringe ich in einer billigen Absteige, wieder mit Stehtoilette. Am nächsten Tag fahren wir dann nach Haraka, 80 km weg von Mbeya, out in the bush. Ueber Gravelroads entfliehen wir immer mehr der Zivilisation und erreichen nach zwei Stunden Fahrt unser Projekt-Basis. Ein wunderschöner Ort, jedoch abseits von jeglichem Leben.

Ich merke schnell, was auf mich zukommt, das heisst meine erste Aufgabe. Der Besuch der Rotarier steht an, welche das Wasserprojekt finanzieren. Das heisst, alles auf der Projekt-Basis muss renoviert werden, geht alles, aber in Afrika braucht alles Zeit und Geduld. Aber the show must go on und alles sollte funktionieren für den Besuch.

Am Sonntagmorgen nehmen wir einen ersten Augenschein beim Wasserprojekt: Wasser ist noch nie geflossen, jedoch genau das brauchen wir, um die Rotarier zu begeistern. Danach nehme ich Aufmasse für Fenster, neue Betten, Vorhangstangen, Farbe usw. welche wir an der Projekt-Basis brauchen. Wir packen alles zusammen und fahren nach Mbeya um die Sachen in der Stadt zu besorgen. Bringen meine Fensterpläne zum Schreiner, grosses Staunen und ich merke, alle sind überfordert, glaube die haben noch nie einen Plan gesehen. Die nächsten Tage verbringe ich mit Leston in der Stadt, Einkaufen, meinem Schreiner zu helfen, damit wir ungefähr die Fenster bekommen die wir wollen und merke, Geduld und Warten ist hier das Leben. Am Dienstag kommt Moses (welch Glück, wollte eigentlich am Sonntag kommen) mit dem Bus, um unsere Solaranlage zu installieren. Moses und ich fahren zusammen zum Projekt, Leston sagte er kenne den Weg zum Projekt, als es aber nach zwei Stunden dunkel wird, merke ich, dass wir uns gottlos verfahren haben. Nach vielen Umwegen und mit Hilfe von Locals erreichen wir gegen 21 Uhr unser Heim. Bin froh, nicht im Busch schlafen zu müssen. Am nächsten Tag um sechs Uhr weckt mich Moses, er müsse sofort auf den Bus in Mbeya, gestern haben wir abgemacht, dass wir um 10 Uhr fahren. Aber es

handelt sich immer um ein Kommunikationsproblem, so geht man lästigen Fragen aus dem Weg. Wir sind dann losgefahren, … ach ja, sein Bus ist dann um 12 Uhr gefahren. Die nächsten Tag bis Sonntag verbringe ich dann auf der Projekt-Basis, da Leston sich grundlos in Mbeya aufhält und bei jedem Nachfragen erzählt er mir wieder ein neues Märchen. Kann alles sein, aber es sind zuviele Märchen. Ich merke, dass ich die alleinige Verantwortung trage, für das Gelingen des Besuches für die Rotarier.

Das macht mich wütend und ich überlege mir, wie ich weitermachen soll.

 

DSC00141.JPG

Fensterplan

 

DSC00143.JPG

Schreinercrew und was ich nach einem Tag bekommen habe!!

 

DSC00148.JPG

Autowerkstatt in Mbeya

 

DSC00153.JPG

Locals in Mbeya

 

DSC00166.JPG

Resultat der Schreinercrew nach zwei Tagen (Aussehen passt, jedoch Rahmen zu dick..)

 

DSC00172.JPG

Leben in Mbeya

 

DSC00178.JPG

Weg zur Projektbasis

 

DSC00178.JPG

Weg zur Projektbasis

 

DSC00184.JPG

Nachbarskinder

 

DSC00188.JPG

Abendessen auf der Projekt-Basis (Jane, Grace, Mama Ushe, Subila, Shila und ich)

 

 

DSC00197.JPG

Sonnenblumen entkernen auf der Projekt-Basis

 

 

DSC00198.JPG

Endergebnis meiner Fenster ( Verschlüsse auf der falschen Seite und Untermass….)

 

 

DSC00199.JPG

Kinder auf dem Weg zum Wasserprojekt (teilweise Kinder von Vorarbeiter Rashidi)

 

 

DSC00112.JPG

Wendeplatz Wasserprojekt (Leston, Shila und Vorarbeiter Rashidi)

 

 

DSC00182.JPG

Vekehrsmittel im Busch

 

 

 

DSC00169.JPG

Schreinerei in Mbeya

 

 

DSC00176.JPG

Schlosserei in Mbeya

 

 

 

 


 

NEWS von Ueli:

liebe freunde

die letzte woche war geprägt von zahlreichen meetings, mit Leston (Projektleiter vor Ort der Stiftung), dem stiftungsrat und den rotariern, welche das projekt vor ort finanziell unterstützen.

ich habe viele eindrücke gewonnen und merke, mit wieviel kraft und engagement an dem projekt/stiftung gearbeitet wird. mir selber geben die sitzungen kraft, zuversicht und viel motivation, mich für etwas gutes einzusetzen. im moment bin ich nervös, vor dem neuen, vor meinen aufgaben und die vielen abschiede zu verkraften. 

ich freue mich aber sehr auf den abflug am mittwoch mit leston.

auf dem bild seht ihr leston (projectmanager), hartmut (Präsident der Stiftung) und mich, nach einem meeting in zürich.

 

Hier noch der direkte Link zur offiziellen seite der Stiftung:  www.wakina.ch 

 


 


mail to:     ueli@haraka.ch


Für die Homepage:  master@haraka.ch


handy ohne vertrag